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aus den unendlichen weiten der online-singlebörsen

nachwehen 22. Mai 2010

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ich versuch immer noch den steirer irgendwie wegzustecken. ist gar nicht so einfach, auch wenns nur eine kurze episode wahr. aber er hat echt ein übles spiel mit mir gespielt.

wenn er gleich damit rausgekommen wär, dass er nur sex will, dann wärs was anderes gewesen. kann ich ja schließlich inzwischen damit umgehen, er ist ja nicht der erste und wird wahrscheinlich auch nicht der letzte sein, der außer belanglosem sex nichts zu bieten hat.

aber dieses romantische date mit all den beschützenden gesten, den komplimenten und der zarten annäherung…  und dann doch wieder nur belangloser sex… das ist echt die harte tour.

ja, ich gebs zu. trotz all der affairen und den heißen nächten, die ich hier schon verewigt hab. das ist es, wonach sich alles tief in mir sehnt. die romantik. die großen gefühle. ein mann, dem ich wirklich wichtig bin. der sich zeit nimmt, um mich kennen zu lernen. der seine ganze kraft dafür einsetzt, um herauszufinden, wie er mich glücklich machen kann. der mir die sterne vom himmel holt und den mond gleich noch dazu. ich bin und bleibe einfach eine hoffnungslose romantikerin.

und da kann ich mir noch so oft einreden, dass ich mit dem ab-und-zu-sex, den der durchgeknallte in schöner regelmäßigkeit bei mir abliefert, eh zufrieden bin. ich bin es nicht. ich will endlich sex, der so unvermeidlich ist, weil er ausdruck der tiefen liebe zwischen zwei menschen ist und nicht nur geilheit, die an irgendjemandem abreagiert wird.

ob ich das noch erleben werde? schaun wir der wahrheit ins auge:  ich habe inzwischen eine 4 an der falschen stelle meines alters, ich bin keine schlanke und offenbar bin ich auch noch schwer beziehungsunfähig. also falls ihr noch irgendwas sucht, worauf sich eine sichere wette schließen lässt, dann würde ich euch nicht empfehlen auf meine baldige hochzeit zu wetten… wobei: heiraten wär eh nicht meins, ich glaub nicht wirklich an “für immer”… aber das ist eine andere geschichte… und sowieso kein thema, weil ja die heiratswilligen galane nicht gerade vor meiner türe kampieren…

und doch… und doch ist da dieser teil in mir, der nicht aufhört daran zu glauben, dass es irgendwo da draußen auch für mich ein stück liebe geben kann. geben muss. weil das leben sonst einfach nicht fair wär. weil das mein motor war, fast unmögliches auf mich zu nehmen, um an mir zu arbeiten, zu wachsen, mich zu entwickeln. alles in der hoffnung, dass irgendwann…

…irgendwann…

 

frühlingsdebakel 11. Mai 2010

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na bravo, ich bin wieder mal voll auf die schnauze geknallt. der neue mann im spiel, der steirer hatte mich schon vor dem musiker angeschrieben, aber dann doch irgendwie kalte füße bekommen. und ich war auch nicht unglücklich darüber, weil ich mich ja inzwischen beim musiker schon emotional verausgabt hatte.

und vor ein paar wochen war er dann auf einmal wieder da. in facebook. macht mir komplimente über mein wunderhübsches foto und will telefonieren. haben wir dann auch. und dann auch wieder. und dann nochmal. zumindest eine geniale stimme hatte er schon mal.

dann haben wir uns getroffen. ein sonniger nachmittag, ein holzsteg, glitzerndes wasser, ein paar enten und schwäne und wir zwei. nett wars und seltsam vertraut und sicher. mir hat seine ruhige, gelassene ausstrahlung gefallen. seine optik weniger, aber die war dann irgendwie nimmer so wichtig. und auch, dass er ein paar zentimeter kleiner war als ich, hat mich nicht wirklich gestört. nein, nichtmal sein unsägliches parfum konnte mich abschrecken. und spätestens da war mir klar, dass es mich wohl ein bissl erwischt hat. vier stunden lang haben wir gelacht und geredet und geschwiegen – ganz ohne verkrampfte momente.

und dann die positive überraschung – er hat sich gleich fürs nächste wochenende wieder angekündigt. endlich mal ein mann, der nägel mit köpfen macht und nicht gleich wieder die flucht ergreift – so hab ich gedacht.

und tatsächlich stand er letztes wochenende wieder vor meiner tür. ein bissl nervös, mit einer tafel zotter-schokolade als mitbringsel. wieder raus ins grüne, diesmal auf die wiese hoch oben über der stadt, wo man so schön den kopf wieder frei kriegen kann. dort hat er mich das erste mal geküsst und das hat meine euphorie erstmal gewaltig gedämpft. das war so ziemlich der schlimmste kuss, den ich je erlebt hab. sowas ist natürlich schwer zu beschreiben, aber er hats irgendwie geschafft, seinen ganzen mund über meine lippen zu stülpen und zu saugen. ungefähr so hab ich mir immer den kuss der dementoren bei harry potter vorgestellt. ;-) unterbrochen wurde das ganze von offenbar verspielt wirken sollendem züngeln, das aber leider nur abturnend war.

nachdem er aber ja extra wegen mir nach wien angereist war, sah ich erst mal keine möglichkeit mich abzuseilen. inzwischen hatte er nicht mehr wirklich chancen bei mir, aber bei gott, er hat verstanden sie zu nutzen. zuerst hat er mich mit aperolspritzer abgefüllt und dann mit netten komplimenten und dann hatte er mich irgendwann soweit, dass ich ihn mit nach hause genommen hab.

nein, nicht um ihn zu vögeln, mir ist nur schlicht und einfach kein lokal mehr eingefallen, in das ich ihn schleppen könnte. verantwortungsbewusst wie ich bin, hab ich ihm natürlich gleich gesagt, dass das keine übernachtungseinladung ist. hat er akzeptiert, also rauf in die wohnung. und da gings dann los. zuerst nur ein bissl geschmuse – da erschien mir seine kusstechnik dann nimmer ganz so schlimm und irgendwie war da schon eine starke anziehungskraft da… obwohl… ich wollte definitiv nicht mit ihm ins bett, es war mir einfach noch zu früh, ich sah da wirklich potential mit ihm und ich wollte das langsamer angehen. und dann bin ich so richtig nach strich und faden verführt worden. er hat hartnäckig alle meine argumente und verweigerungsversuche ignoriert und so lange an mir rumgestreichelt, geleckt und geküsst, bis ich so scharf war, dass es kein zurück mehr gab. und wow, ich konnte mich echt nicht beklagen, er war wirklich gut.

und doch. da war dieser wirklich ekelhafte nachgeschmack am nächsten tag. erstmal hatte er massiv meine grenzen überschritten und das obwohl ich ihn ganz klar darauf hingewiesen hab. ich fühl mich immer noch ein stück benutzt. und irgendwie konnte ich gar nicht fassen, wie schnell wir von einer netten frühlingsromanze zu einem schnellen fick gewechselt hatten. und wenn ich in ruhe darüber nachdenke, dann war es wohl das einzige, was er die ganze zeit im sinn hatte, sonst hätte er meine abwehr wohl respektiert.  verdammt, wenn er das von anfang an gesagt hätte, hätte ich wenigstens eine chance gehabt, mein herz rechtzeitig zu verschließen.

er ist über nacht geblieben, das schon. aber am nächsten tag ist er ohne frühstück aufgebrochen und leider auch ohne jeden kommentar dazu, ob und wann wir uns eventuell wieder sehen. dafür hat er sich noch ausgiebig (und nicht gerade symphatisch) über meinen kater beschwert, der die nacht auf seiner sorgsam auf dem sessel abgelegten kleidung (hose, socken und slip) verbracht hat. also eins kann ich euch sagen, falls ihr jemals auf der suche nach irgendwas seid, was euch abturnt, dann schaut mal eurem lover dabei zu, wie er eine halbe stunde lang seine socken und unterhose mittels fusselroller von katzenhaaren befreit. uncooler gehts echt nimmer!

tja, und seitdem ist funkstille und ich fürcht, die wirds auch bleiben. und auch wenn das bild von dem fusselroller mich für alle zeiten von jeglicher verliebtheit befreien sollte… ich bin traurig… und wütend… und enttäuscht… verdammt!

 

ausgemauert… 20. Dezember 2009

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tja. kaum lobe ich sein stehvermögen, ist er auch wieder dahin, der musiker. funkstille.  schon seit über 2 wochen.  das wars dann wohl.  was soll ich da noch viel sagen?

merry christmas!

 

soviel zu meinem bauchgefühl 13. September 2009

Einsortiert unter: Uncategorized — websingle @ 15:46
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vor etwa einem monat war dieser typ zu einem termin bei mir. ich hatte schon am telefon das gefühl, dass der irgendwas besonderes ist. und noch mehr dann beim termin. da war irgendeine verbindung zwischen uns und offensichtlich haben wir auch viel gemeinsam. aber ich war natürlich auf den termin konzentriert und hab ihn nicht wirklich angeflirtet. trotzdem hatte ich das gefühl, dass er die verabschiedung hinauszögert und mich immer wieder noch was fragen musste. z. b. ob ich bei dieser messe bin, er hat dort einen stand. ich hatte zwar keinen stand geplant, aber ich wollte mir die veranstaltung sowieso anschauen, und jetzt hatte ich einen grund mehr hinzugehen. ich hab ihm also angekündigt, dass ich vorbeischauen würde.

das war also vor einem monat und die ganze zeit war das irgendwie so ein schönes warmes gefühl ihm bauch, dass da noch was besonderes auf mich wartet. ich war mich nicht sicher, ob er als mann wirklich interessant war, aber ich war mir ziemlich sicher, dass da noch irgendwas passieren würde, vielleicht auch nur eine intensive freundschaft. wie gesagt – dieses starke gefühl der verbundenheit, das muss doch irgendwas zu bedeuten haben.

tja und gestern war ich dann also dort – nicht ohne mich vorher 3x umgezogen zu haben und mit ordentlich viel kribbeln im bauch.

er hat mich nicht mal erkannt.

wie demütigend kann das leben eigentlich sein?

 

 
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